15 März 2012 Warum freiwillige Ganztagsschulen?

Zwei wesentliche Faktoren sprechen für die Einrichtung von Ganztagsschulen:

• Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

• Die beste Förderung aller Kinder

Immer mehr Frauen möchten nach der Geburt relativ schnell wieder in ihren Beruf zurück. Oft reicht ein Einkommen zum Unterhalt der Familie nicht aus oder sie ist alleinerziehend. Bedeutend in diesem Zusammenhang ist der Aufbau des eigenen Rentenanspruchs, um vor Altersarmut vorzubeugen. Großeltern sind in der Regel noch selber berufstätig, so dass das alte Muster, nachdem die Oma aufpasst, gar nicht mehr umzusetzen ist. Im Bereich der Kleinkinderbetreuung ist unsere Verbandsgemeinde gut aufgestellt; wir verfügen über die meisten Krippenplätze im Kreis Bernkastel-Wittlich. Wir sind übrigens das einzige Land, in dem das Kind die Kindertagesstätte kostenlos besucht.

Doch mit 6 Jahren endet nicht die Betreuungsnotwendigkeit unserer Kinder. Hier bietet die Ganztagsschule die optimale Lösung. Sie beinhaltet die Möglichkeit, Defizite auszugleichen oder auch talentierte Kinder extra zu fördern. Die nordeuropäischen Länder haben uns den Erfolg der Ganztagsschule präsentiert:

Bessere Ergebnisse bei der Pisa-Studie, weniger Jugendkriminalität. Gerade diese Schulform bietet die optimalen Bedingungen im Rahmen der Schulsozialarbeit durch Projekte zur Konfliktbewältigung und Gewaltprävention, Jugendkriminalität vorzubeugen.

Drei Ganztagsschulen in Bernkastel-Kues, Mülheim und Piesport wurden in unserer Verbandsgemeinde schon eingerichtet, dank der großzügigen Förderung des Landes Rheinland-Pfalz. Jedoch auch in Zeltingen-Rachtig und in den Hunsrückgemeinden wäre eine Ganztagsschule ebenfalls sinnvoll, um lange Wege zu vermeiden. Im Gegensatz zu den Betreuenden Grundschulen ist die Teilnahme an der Ganztagsschule kostenlos. Die Kosten für das zusätzliche Personal werden vom Land getragen. Lediglich ein Kostenbeitrag für ein gesundes Mittagessen ist von den Eltern zu zahlen.

Maria Bölinger